Liebe Dornbacher/innen,

Auf der Stelle treten: Wir alle haben diese Erfahrung schon gemacht, ob im Berufs- oder im privaten Beziehungsleben. Es geht nichts weiter, gleichzeitig kommen wir zu nichts.

Die Stimmung schwankt zwischen gereizter Hektik und überdrüssiger Langeweile. Alles wird einem „zuviel“.

Solche Erfahrungen machen wir auch im geistlichen Leben. Ein Gebet, das mich lange Zeit hindurch getragen hat, klingt auf einmal hohl und bedeutungslos. Bei der Betrachtung oder Meditation kann ich mich nicht mehr sammeln, sondern schweife ab oder werde unruhig. Die Teilnahme an der Sonntagsmesse wird mir zur oberflächlich vollzogenen Pflichtübung.

Aber dagegen gibt es, nach dem Urteil der frühen Wüstenväter, Heilmittel. Ein erstes heißt Durchhalten, also Geduld mit sich und der Situation. Ein zweites heißt Maßhalten, also nichts zu übertreiben. Und ein drittes wäre das Gebet – in Stille, ohne viele Worte.

Zu letzterem gibt es Gelegenheit bei uns: jeden Freitag, ab 18.30 Uhr. Die geistliche Lehre vom Überdruss und die anderen sieben Laster werden uns ab 24. Oktober in der „Schule des Hörens“ beschäftigen.

Ihr Pfarrer Wolfgang Kimmel