Liebe Dornbacher/innen,

Allerheiligen. Besonders an den heiligen Märtyrern machen wir die Erfahrung: Wer liebt, riskiert seine Existenz. Liebe und Tod hängen zusammen. Im Lieben und im Sterben geht es um die Transzendenz des Ich, um ein Sich-Loslassen in der Hingabe an einen anderen.

Allerseelen. Unsere Orientierung als Christen am Tod Jesu eröffnet uns die Möglichkeit, auch den Tod unserer Lieben und unser eigenes Sterben als einen Akt der Hingabe zu begreifen: Der Tod ist nicht isolierter Schlusspunkt irgendeines Lebens, sondern vielmehr Konsequenz eines Lebens, das sich hingegeben hat, das geliebt hat und geliebt worden ist.

Sterben ohne Hingabe macht keinen Sinn. Die Liebe allein macht den Tod sinnvoll. So sind die Heiligen des 1. November unsere Wegweiser für ein rechtes Verständnis unserer eigenen Sterblichkeit.

Ihr Pfarrer Wolfgang Kimmel