Der Ursprung dieser Waldandacht geht zurück auf das Jahr 1863. Damals wurde der Fabrikant Fernau nach einem schweren Reitunfall an dieser Stelle unverletzt gefunden.

Zum Dank brachte Fernau dort an einer Föhre ein Bild der Gottesmutter an. In kürzester Zeit kamen ein Betstuhl, Bänke und viele Dankbilder dazu. 1881 wurden diese von Alexander Thaner erneuert und ein Kreuz an der Föhre angebracht. Bald waren hunderte Bäume mit religiösen Bildern geschmückt, die jedoch bedingt durch die Witterung rasch schadhaft wurden. Der Grundeigentümer, Fürst Schwarzenberg, ließ die Bilder abnehmen. Verehrer der Andachtsstätte beauftragten den Baumeister Johann Steinmetz mit der Errichtung einer steinernen Säule mit einem Marienbild. Der Altersrentner Moldaschl war bis zu seinem Tod im Jahre 1934 ein treuer Hüter dieser Stätte und bat auch 1931 den Dornbacher Pfarrer um gelegentliche Sonntagsmessen dort, was zum ersten Mal am 15. August 1931 geschah. Immer wieder wurden Hl. Messen und Andachten gehalten. Diesem Umstand entsprang der Wunsch nach Errichtung einer Kapelle, die bei schlechtem Wetter Schutz für die Gläubigen bieten sollte. Dank der Mithilfe der Siedler, der Familie Schwarzenberg und zahlreicher Gönner war es möglich im Juni 1936 den Grundstein zum Bau der Kapelle zu legen, die noch im selben Jahr zu Ehren unserer lieben Frau von Monserrat geweiht wurde. Ende des zweiten Weltkrieges wurde der Kapelle schwere Schäden zugefügt. In den Nachkriegsjahren wurde sie wiedererrichtet und P. Bruno Spitzl erbat vom Abt des Schweizer Stiftes Einsiedeln eine Kopie der Einsiedler Gnadenmutter. Im Oktober 1946 wurde die neuerrichte Kapelle vom damaligen Kardinal Innitzer geweiht. Seit dieser Zeit wurde in den Sommermonaten jeden Sonntag Vormittag eine von den Siedlern und Ausflüglern gut besuchte Hl. Messe gefeiert. Dieser seelsorgliche Dienst endete erst mit dem Tod von P. Severin Kurz in den frühen 80er-Jahren. Weiterhin wurden gelegentlich Andachten gehalten. Heute befindet sich die Waldandachtkapelle im Eigentum des Stiftes St. Peter in Salzburg. Patrozinium wird am 16. Juli gefeiert.