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Wallfahrt des Dekanats Hernals nach Rom – Ostern 2016

Vom 28.3. bis 1.4.2016 machte sich eine Gruppe von 35 Leuten in der Osteroktav unter Leitung von Dechant Karl Engelmann auf nach Rom – einer davon war ich,

der euch ein paar Eindrücke davon schildern darf. Gleich am Beginn der Reise ein Phänomen, dass uns die ganze Reise hindurch begleitet hat – die strengen Sicherheitskontrollen nach den Terroranschlägen. Ob am Flughafen oder bei den diversen großen Sehenswürdigkeiten wie dem Petersdom, so oft gescannt wurde ich mein ganzes Leben noch nicht. Wenn man aber dann die gewaltigen kulturellen und religiösen Schätze besichtigt, versteht man diese Maßnahmen und lässt sie geduldig über sich ergehen. Nicht auszudenken, dass diese Stätten nach teils mehr als 2.000 Jahren zerstört werden könnten – nur ein paar Glanzlichter davon:

Die 4 Papstbasiliken St. Paul vor den Mauern mit dem Paulusgrab, die Lateranbasilika als Bischofssitz mit den verehrten Häuptern von Petrus und Paulus, Santa Maria Maggiore mit Mosaiken aus dem 5. Jhdt. und die größte Marienkirche Roms. Und natürlich der Petersdom, der mit seinen Dimensionen den gewaltigsten Eindruck auf mich gemacht hat – über 100 Jahre wurde an ihm ab 1506 gebaut. Verehrt wird dort das Petrusgrab, schon der erste christliche Kaiser Konstantin lies dort 324 die erste Grabeskirche für den princeps apostulorum, den Apostelführer, errichten. Unbegreiflich für mich auch, dass bis auf 2 Stück die riesigen Bilder im Dom nicht gemalt, sondern Mosaikarbeiten sind – ich komme aus dem Staunen nicht heraus!

Dass die Kirchen aber nicht nur einzigartige Kunstschätze sind, dürfen wir bei den 4 Messen erleben, die wir in allen Papstbasiliken mit unserem Dechant gefeiert haben – den Papstaltar durfte er (noch) nicht benutzen. Die Eindrücke dabei waren für mich sehr unterschiedlich, von skurril im Petersdom, wo die Seitenkapelle offen war, hinter uns die Touristen marschierten und mitten drinnen bei unserer Messe 2 Asiatinnen gefühlte 5-tausend Fotos machten. Unter dem Altar ein Papstgrab. Bis zu dankbar und erfüllt bei unserer Abschlussmesse in der Santa Maria Maggiore, wo wir in Andacht und mit der Kommunion in beiderlei Gestalten feiern konnten. Abschließend sangen wir dann dort noch gemeinsam in der Marienkapelle für unsere „Glorwürd´ge Königin“.

Womit ich zum nächsten spirituellen Highlight komme: Der Generalaudienz des Papstes am Petersplatz. Beginnend mit geduldigem Anstellen zwecks Einlasskontrolle, dann die Positionierung am riesigen Petersplatz, um den Papst hautnah erleben zu können. Meine Zählkarte hatte die Nummer 20.126 und es war sicher nicht die letzte. Das Wetter war prächtig wie der Dom im Hintergrund, als Papst Franziskus mit seinem Papamobil auf abgegrenzten Wegen durch die begeisterte Menschenmenge fuhr – auch ich jubelte ihm natürlich zu, als er bei mir direkt vorbeikam. Gedacht habe ich mir allerdings ebenfalls, dass er doch auch nur ein „normaler“ Mensch ist – halt mit einer besonderen Berufung. Es wurden vom Platzsprecher die verschiedenen Pilgergruppen begrüßt, auch das Dekanat Hernals wurde aufgerufen und wir meldeten uns lautstark (jedenfalls die, die es mitbekommen hatten). Dann folgte eine Ansprache des Papstes, welche in diverse Sprachen übersetzt wurde. Eine Kernbotschaft, die Franziskus mehrmals wiederholte und in Erinnerung geblieben ist: „Gottes Liebe ist größer als unsere Sünde!“ Gott sei Dank!

Da meine Berichtsvorgabe 3.000 Zeichen war, kann ich euch leider nichts mehr zur Piazza Navona, dem Pantheon, dem Trevi-Brunnen, dem Kolosseum, dem Forum Romanum, den Katakomben von San Sebastiano, der Sixtinischen Kapelle oder Castel Gandolfo berichten. Aber noch ein letzter Gesamteindruck zur Ewigen Stadt: Faszinierend für mich war diese geballte, mehr als 2-tausend Jahre alte, aber noch erlebbare Geschichte dieser Stadt, die einmal Zentrum der Welt war, dann zum Zentrum des Christentums wurde, und uns wörtlich auf Schritt und Tritt begleitete und beeindruckte. Daher habe ich auch nach altem Brauch eine Münze in den Trevi-Brunnen geworfen als Zeichen dafür, dass man wieder kommen wird (Wichtig: mit der rechten Hand über die linke Schulter, sonst gilt´s nicht!) – Ciao Roma, und so Gott will bis zum nächsten Mal!

Martin Krill