Bimmel-bimmel, bong/bo/bong. Lautsprachlich wäre das mein Versuch das derzeitige Dornbacher Glockengeläut zu umschreiben. Ich kenne keine größere Wiener Kirche mit einer vergleichbar ungenügenden Ausstattung.

Wie kam es dazu? 1932 wurde die neue Dornbacher Kirche unter Clemens Holzmeister fertiggestellt. Der realisierte Glockenstuhl im Kirchturm sieht Platz für vier Glocken vor. Doch der Turm blieb leer: Zuerst die Weltwirtschaftskrise, dann der Krieg.

Schließlich wurde im Jahr 1960 eine Glocke gegossen, dem hl. Petrus geweiht. Doch der Klöppel passte nicht und sein Ersatz sorgt seither für eine stockende, schlechte Klangentfaltung – eben „bong/bo/bong“. Nicht besser steht es um „Bimmel-bimmel“: die kleine Totenglocke besitzt ebenfalls einen falschen Klöppel, läutet zu schnell und mit metallisch-hartem Klang.

Zeit für eine Sanierung! Zwei neue Bronzeglocken sollen aus der traditionsreichen Gießerei Perner (Schärding, OÖ) kommen. Zusammen mit der großen Glocke vom Schafberg werden sie – hoffentlich – ab Herbst 2019 durch das Dornbacher Tal erklingen: „Ad maiorem Dei gloriam“ – zum größeren Ruhm Gottes einstimmen in das Lob der ganzen Schöpfung.

Bei der Sonntagsmesse am 11. November wird Ihnen unser Glockenkomitee das Projekt präsentieren. Ich bin schon gespannt.

Ihr Pfarrer Wolfgang Kimmel